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Erdgas-Engpass

OAWS Redaktion28. Juli 20262 Min

Dass KI zu einer massiven Energienachfrage führt, ist bekannt. An der Börse sieht man die Dynamik bei allen Firmen, die schnell Strom an Rechenzentren liefern können: Gasturbinen von GE Vernova und Siemens Energy, Brennstoffzellen von Bloom Energy. Das Ding ist: Die laufen alle vor allem mit Erdgas. Rohstoffinvestor Matthew Smith argumentiert, dass wir ab 2028 in einen extremen Engpass laufen könnten.

Die Export-Falle: Laut seiner Analyse wird die komplette zusätzliche US-Erdgasproduktion so gut wie komplett in Exporte fließen. Das sind langfristige LNG-Projekte, die seit Jahren geplant sind und auf die andere Staaten angewiesen sind. Zurückdrehen geht nicht.

KI on top: Zur Export-Nachfrage kommt jetzt die steigende KI-Nachfrage. Produktion ausbauen dauert aber: Alleine die Verarbeitungsanlagen an der Quelle brauchen 2-3 Jahre Bauzeit. Aktuell wird nur genug gebaut, um die Export-Nachfrage zu decken, nicht die KI-Nachfrage.

Schrumpfende Puffer: Die Erdgasspeicher wachsen seit Jahren zu langsam mit. 2010 reichten die Speicher für 72 Tage Bedarf, jetzt nur noch für 50. Das macht kurzfristige Preissprünge wahrscheinlicher.

Mögliche Profiteure: Erdgasproduzenten wie Expand Energy (größter unabhängiger US-Produzent, zweitgrößte Position im Portfolio von Howard Marks). Aber auch Solarfirmen und Uran-Player wie Cameco, weil steigende Gaspreise Alternativen attraktiver machen.

Mögliche Verlierer: Genau Firmen wie Bloom Energy, die an günstig verfügbarem Erdgas hängen.

Wichtig: Das ist erstmal nur eine These. Viele smarte Leute sind da noch eher entspannt. Wer mehr dazu wissen will, findet hier den Brief von Matthew Smith mit mehr Zahlen & Ausführungen.