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Dutch Bros will Fußgänger

OAWS Redaktion6. Oktober 20262 Min

Dutch Bros hat die USA mit über 1.000 Drive-Thru-Läden überrollt und eine der stärksten Marken im Getränke-Game aufgebaut. Nur Drive-Thru heißt: wenig Fläche, viel Umsatz. Die Getränke sind oft gar kein Kaffee, sondern zum Beispiel der hauseigene Energydrink, was Kunden auch abends in den Laden bringt. Der Hype ist real: Zum selbst ausgerufenen Feiertag für „Passenger Princesses" gab's dreimal so viele Mitarbeiter wie sonst und limitierte Magnete, die danach auf eBay für über 100 $ verkauft wurden.

Allein in den letzten drei Monaten hat die Aktie aber fast 50% verloren. Warum?

•Wachstum verlangsamt: Die Transaktionen in bestehenden Läden sind im letzten Quartal nur noch 3% gewachsen, vorher waren's über 5%. Dazu hat Dutch Bros vor einem Jahr angefangen, Essen auszurollen. Der Umsatzeffekt davon fällt in den nächsten Quartalen weg.

•Starbucks-Trauma: Die Börse hat bei Starbucks gesehen, wie schnell Umsätze in bestehenden Läden bröckeln können. Aus einem Wachstums-Case wird dann schnell ein Krisen-Case.

Auf der anderen Seite:

•15% Wachstum allein durch neue Läden. Dazu laufen erste Tests mit Walk-up-Fenstern für Fußgänger, was zusätzliches Potenzial eröffnet.

•Die Bewertung wird interessant: Dutch Bros hat im letzten Jahr rund 300.000 $ operativen Cashflow pro Laden gemacht. Aus den bestehenden Läden wären das ca. 360 Mio. $ Cashflow pro Jahr. Mit dem 20-Fachen bewertet kommt man auf 7 Mrd. $, genau der aktuelle Börsenwert. Dabei wächst die Firma mit über 20% pro Jahr.

Klar bleibt das risikoreich, weil bei dem Wachstum viel schiefgehen kann. Aber wer langfristig an den Case glaubt, bekommt einiges an Upside.

Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung. Ihr entscheidet selber, was ihr macht.