
Digital ist nicht egal
Langer Investitionsstau bei der öffentlichen Hand – das war das große Problem für IT-Dienstleister wie Bechtle und Cancom. Aber jetzt gibt's Hoffnung: Der Bundeshaushalt 2025 ist durch, und damit haben Behörden endlich Planungssicherheit.
Das ist die große Chance für die beiden deutschen Tech-Firmen, die viele öffentliche Auftraggeber haben. Dazu kommen neue Töpfe wie das Sondervermögen für Digitalisierung und Klimaneutralität und der Start der Deutschen Verwaltungscloud.
Bechtle und Cancom fischen im gleichen Teich, haben aber unterschiedliche Stärken:
•Bechtle hat 2024 über 6 Mrd. € Umsatz gemacht und ist damit mehr als dreimal so groß wie Cancom. Der Fokus liegt auf dem Verkauf von Hardware und Software. Das sorgt für stabilen Umsatz durch den regulären IT-Zyklus in Unternehmen, wenn PCs und Laptops erneuert werden.
•Cancom hat sich stärker auf Cloud-Lösungen, Managed Services und KI-Beratung spezialisiert..
Aber: Beide haben ein schlechtes Jahr an der Börse hinter sich. Bechtle hat seit einem Jahr keine Performance geliefert, Cancom ist sogar 10% im Minus. Die Bewertung ist mit einem KGV von rund 20 bei beiden ähnlich. Beide zahlen auch Dividende - die Renditen liegt bei Cancom bei 4%, bei Bechtle bei 2%.
Dafür sehen Analysten aber bei Bechtle mehr Wachstum und eine höhere Marge.