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Siemens Energy und Friedrich Vorwerk gelten als Highflyer in der Energie-Infrastruktur-Branche, aber einen anderen Profiteur haben wohl weniger auf dem Schirm: Pfisterer. Seit dem IPO im Mai 2025 ist die Aktie um 150% nach oben geschossen. Mittlerweile ist die Firma fast 1,5 Mrd. € wert. Warum der Hype? Weil Pfisterer das ultimative Nadelöhr der Energiewende besetzt.
Was da los? Das Unternehmen stellt Hochspannungs-Isolatoren und Kabelgarnituren her. Ohne diese Verbindungstechnik geht gar nix, egal ob eine neue Stromtrasse gebaut wird oder ein Rechenzentrum für Nvidia-Chips ans Netz geht. Während Pfisterer 2024 noch 380 Mio. € Umsatz gemacht hat, erwarten Experten für 2025 bereits 440 Mio. €.
Was unterscheidet die drei Firmen innerhalb der Branche?
•Friedrich Vorwerk ist primär ein Anlagenbauer. Die verlegen Rohre und schweißen Leitungen. Das Problem: Wetterrisiken, Genehmigungsstau und Baustellen-Chaos bremsen die Marge.
•Siemens Energy ist das globale Schwergewicht. Von Transformatoren bis Gasturbinen ist alles dabei. Das ist diversifiziert, hat aber die typische Trägheit eines Konzern-Dampfers.
•Pfisterer hat das skalierbare Produkt-Business. Die produzieren ihre Komponenten und liefern sie einfach aus. Keine komplizierten Gewerke auf Baustellen, sondern pure Marge durch Masse.
Unterschiedlicher könnten die Bewertungen kaum sein. Siemens Energy hat ein erwartetes KGV von 43 - hier zahlt man den "Size-Aufschlag" für die Marktführerschaft. Friedrich Vorwerk wirkt mit einem KGV von 20 fast billig, schleppt aber den Risiko-Abschlag für das Projektgeschäft mit sich rum.
Pfisterer liegt mit einem KGV von 27 genau dazwischen. Das liegt an der Skalierbarkeit, aber die Company ist deutlich kleiner und damit risikoanfälliger bei Marktschwankungen.