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Currys China-Wette

OAWS Redaktion23. Juni 20262 Min

Steph Curry ist bei Li Ning. Einer der größten Basketballer der USA ist vor paar Wochen zur chinesischen Sportmarke gewechselt. Der Deal läuft über 10 Jahre und soll mehr als 400 Mio. $ kosten. Andere Marken haben laut ESPN ähnlich viel geboten, mindestens eine sogar noch mehr.

Warum trotzdem Li Ning? Curry will seine eigene Marke aufbauen, genau wie Michael Jordan bei Nike. Bei Nike wäre er ein zu kleiner Fisch. Bei Li Ning kann er mit seiner Marke eigene Sportler unter Vertrag nehmen, eine Golf-Linie verkaufen und eigene Curry-Geschäfte sollen in den USA und China eröffnet werden.

Für Li Ning könnte das ein Katalysator sein, den die Firma dringend braucht:

Schwaches Wachstum: Letztes Jahr nur 3% gewachsen bei 4,2 Mrd. $ Umsatz. Der operative Gewinn ist von 700 Mio. $ (2022) auf rund 600 Mio. $ geschrumpft.

Kursverfall: Die Aktie ist seit 2022 von 25 Mrd. $ auf nur noch 5 Mrd. $ abgeschmiert. Dazu liegen 2 Mrd. $ Cash in der Bilanz. Das Verhältnis zwischen Gewinn und wirklichem Firmenwert liegt damit deutlich unter 10, dazu gibt's 4% Dividendenrendite.

Kaum international: Li Ning macht 99% vom Umsatz in China. Konkurrent Anta Sports wächst mit über 10% deutlich schneller und hat über Amer Sports eine Beteiligung an Marken wie Arc'teryx und Salomon.

ABER: Günstig heißt nicht automatisch gut. Das Risiko einer Value-Trap ist da. Schwaches Wachstum, politische Risiken und manchmal fragwürdige Kapitalallokation (2023 hat Li Ning für fast 300 Mio. $ eine Immobilie gekauft) machen die Aktie nicht einfach. Und Curry hat auch Under Armour nicht vor der Krise gerettet.