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Cokes Datenmaschine

OAWS Redaktion7. September 20262 Min

Coca-Cola hat Ende Juli mit übertroffenen Erwartungen, steigenden Margen und einer angehobenen Jahresprognose geliefert. Das Ziel: bis zu 10% mehr Gewinn als 2025. Dadurch hat die Aktie 18 Mrd. $ Börsenwert an einem Tag zugelegt.

Nach fast 30% Kursplus in diesem Jahr stellt sich aber die Frage: Wie kann ein 400 Mrd. $ schwerer Getränkekonzern noch weiter wachsen?

Ein Grund heißt Freestyle.

50.000 smarte Automaten: Die großen roten Maschinen in Fastfood-Restaurants sammeln Daten über jeden einzelnen Drink. Über 15 Mrd. Liter Softdrinks sind seit dem Start vor 17 Jahren durchgelaufen. Jede Auswahl geht nach Atlanta, wo Coca-Cola in Echtzeit verfolgt, welche Getränke im Trend liegen und welche ein Update brauchen.

Vom Automat ins Regal: Coca-Cola Orange Cream hat an den Freestyle-Maschinen funktioniert und wurde dann als Sonderedition in den Handel gebracht. In Europa hat die Coca-Cola Zero Zero (ohne Koffein, ohne Zucker) gerade in den Abendstunden für mehr Absatz gesorgt.

Neue Formate: Eine neue Freestyle-Maschine kann jetzt auch Dirty Sodas mixen (Cola oder Fanta plus Sahne, Sirup oder Fruchtsäfte). Dazu gibt's kompakte Freestyle Minis mit über 16 Getränken für Hotels und Bars, wo jeder Zentimeter zählt. Neue Kunden wie die Hotelkette Marriott kommen so dazu.

Der Hebel: Mehr Maschinen in mehr Läden heißt mehr margenstarkes Konzentrat und weniger Abfüllergeschäft.

Aber: Die 18 Mrd. $ Kursplus kamen von den Margen und der Prognose, nicht von den Freestyle-Maschinen. Mit einem erwarteten KGV von 26 kostet die Aktie einen Tick mehr als im Schnitt der letzten Jahre.