Chinabucks

Chinabucks

OAWS Redaktion15. Mai 2025

Laut Bloomberg sollen einige Private-Equity-Investoren, Tech-Firmen und weitere Investoren vor paar Tagen einen Brief bekommen haben. Der Inhalt: Das China-Business von Starbucks. Was hat’s damit auf sich?

Starbucks hat in China mit Luckin Coffee, Cotti Coffee und Co. starke Konkurrenz. Das ist umso bitterer, weil 20% aller Starbucks-Shops in China sind.

Damit das Business wieder zum Wachstumstreiber wird, sucht Starbucks jetzt nach Alternativen. Eine Möglichkeit: Das China-Business vom Rest abtrennen und nur dafür Investoren an Bord holen.

Kann das klappen? Zumindest gibt’s ein Vorbild. Yum! Brands (WKN: 909190) - die Firma hinter KFC, Pizza Hut und Taco Bell - hat schon 2016 sein China-Business unter Yum China Holdings (WKN: A2ARTP) an die Börse gebracht. Seit dem Börsengang hat sich der Wert auf 17 Mrd. $ verdoppelt. Nur mal zum Vergleich: Die amerikanische Mutter selbst ist 40 Mrd. $ wert.

Hat der Move Yum China wirklich geholfen?

Yum China ist unabhängiger von der Mutter geworden. Entscheidungen wie die Einführung von digitalen Zahlungsanbietern wie AliPay liegen jetzt in China und müssen nicht langsam mit US-Managern abgestimmt werden.

Speisen oder Getränke können speziell für den chinesischen Markt schneller eingeführt werden.

Außerdem kann Yum China neue Konzepte testen. Zum Beispiel KCOFFEE. Ein Café im KFC-Style und Starbucks-Konkurrent mit inzwischen 1.000 Locations. Oder Pizza Hut WOW. Ein Pizza Hut für preissensible Kunden.

Aktuell ist KFC in China mit 12.000 Restaurants doppelt so groß wie McDonald’s, obendrauf kommen nochmal fast 3.800 Pizza Huts. Bis 2026 sollen’s 20.000 Stores sein. Zusammengefasst: Yum China hat sehr viel Dynamik und wächst stark.

Für Starbucks könnte das Vorbild interessant sein. Dazu könnte auch die Starbucks-Aktie an sich an Wert zulegen, wenn das krisengeplagte China-Business nur noch eine Tochter ist und keinen ganz so großen Effekt auf das restliche Geschäft hat.