Carvana ohne Nirvana

Carvana ohne Nirvana

OAWS Redaktion09. Juni 2025

Über 200% hat die Aktie von Auto1 in den letzten zwölf Monaten zugelegt und war damit eine der besten Aktien in Deutschland. Das große Ziel ist, dass Auto1 zum deutschen Carvana wird. Während Corona und dem Gebrauchtwagenhype war die Firma über 60 Mrd. $ wert, danach ging’s auf unter 1 Mrd. $ runter und Carvana (WKN: A2DPW1) war so gut wie pleite. Dann hat die Firma aber den Turnaround geschafft und ist jetzt über 70 Mrd. $ wert.

Allerdings gibt’s immer mehr Investoren, die das für zu teuer halten. Der legendäre Shortseller Jim Chanos hat Carvana letzte Woche als seinen neuesten Short-Kandidaten vorgestellt. Dafür sieht er vor allem drei Gründe:

Der Gründer Ernest Garcia III und sein Vater Ernest Garcia II verkaufen massenhaft Aktien. Der Sohn hat einen Plan bei der Börsenaufsicht eingereicht, durch den er über 200 Mio. $ an Carvana-Aktien verkaufen wird. Sein Vater hat der Citigroup Call-Optionen für 4 Mio. Aktien mit einem Strike-Preis von 400 $ verkauft. Aktuell steht die Aktie bei 340 $.

Beim aktuellen Börsenwert wird Carvana mit dem 70-fachen des erwarteten Gewinns bewertet. Für eine stark-wachsende Tech-Firma ist das nicht absurd. Aber Carvana ist am Ende ein Gebrauchtwagenhändler und hat damit ein zyklisches Business.

Die Firma finanziert die Autokäufe ihrer Kunden und verkauft die Kredite dann weiter. Mit dem Verkauf der Kredite macht sie Gewinne. Tatsächlich wäre Carvana immer noch unprofitabel, wenn es die Kredite nicht verkaufen würde. Das eigentliche Kerngeschäft verliert also weiterhin Geld.

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