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Capcoms Cashcow
Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat über seine eigene Investmentfirma im April bei Capcom nachgelegt. Zusammen mit dem Staatsfonds PIF hält Saudi-Arabien jetzt über 10% an dem japanischen Videospielstudio hinter Resident Evil, Monster Hunter und Street Fighter.
Was Capcom besonders macht: Über 80% vom Umsatz kommen aus dem Backkatalog, also aus Spielen, die teils schon Jahre auf dem Markt sind. Die Entwicklungskosten sind längst gelaufen, die Margen entsprechend hoch. Das ergibt eine stabile Cashcow, die neue Spiele finanziert.
•Das Flywheel: Kommt ein neuer Teil einer Reihe raus, zieht das den ganzen Katalog mit nach oben. Der neue Resident Evil Teil Requiem hat seit Februar über 7 Mio. Stück verkauft und gleichzeitig die älteren Teile gepusht. Insgesamt hat die Reihe über 200 Mio. verkaufte Games.
•Mehr als nur Games: Capcom betreibt eigene Spielhallen und verkauft Arcade-Automaten. Macht zusammen nur 12% vom operativen Gewinn aus, wächst aber stark (60% bei Automaten, 30% bei Spielhallen). Dazu kommen Filme: Ende des Jahres soll ein neuer Resident Evil Film rauskommen, dazu ein Street Fighter Film.
•Wachstum: In den letzten 5 Jahren über 15% pro Jahr. Für dieses Jahr geht das Management allerdings nur noch von 8% Umsatzwachstum aus.
ABER: Das Geschäft bleibt abhängig von einzelnen Spielereihen. Nach einem starken Start von Monster Hunter Wilds Anfang 2025 sind die Verkäufe danach eingebrochen, der Börsenwert ist über 40% gefallen. Mittlerweile hat sich die Aktie wieder 15% erholt auf 8,5 Mrd. $. Das KGV von 23 liegt leicht unter dem 5-Jahres-Schnitt von 25.