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Bus-Simulator

OAWS Redaktion23. März 20262 Min

Init Innovations steigt heute in den SDAX auf. Die Firma aus Karlsruhe entwickelt Software und Hardware für den öffentlichen Nahverkehr. Die roten Doppeldecker in London? Werden mit Init-Technologie gesteuert. Wer in Houston am Drehkreuz die Kreditkarte ans Lesegerät hält, nutzt das kontaktlose Bezahlsystem von Init.

Größter Wachstumstreiber ist Nordamerika. In Atlanta hat Init 2024 einen 100 Mio. $ Auftrag zur Modernisierung der Verkehrsbetriebe bekommen. Weil das System pünktlich zur Fußball-WM stehen muss, hat Atlanta das Budget um 60 Mio. $ aufgestockt. Dazu kommen Service- und Wartungsverträge für zehn Jahre, die den Auftragswert verdoppeln könnten.

Der Umsatz ist 2024 um 24% gewachsen, die operative Marge auf rund 10% gestiegen. Nordamerika macht mittlerweile fast die Hälfte vom Umsatz aus.

Der Plan: Init will vom Technologielieferanten zum Servicepartner werden. Heißt: mehr höhermargige, wiederkehrende Serviceaufträge statt einmaliger Projekte.

Gründergeführt seit 1983: Gründer Gottfried Greschner ist über 40 Jahre später immer noch Vorstandschef. Er und seine Familie halten rund 40% der Aktien. An der Börse ist Init 400 Mio. € wert, das entspricht einem KGV von 14. Klingt bei 24% Wachstum und über 2% Dividendenrendite nicht super teuer. Vor allem, wenn wirklich mehr Service-Umsätze dazukommen. Das ist aber eben noch nicht klar und das Business hängt stark an einzelnen Großaufträgen.