
Bus-Simulator
Init Innovations steigt heute in den SDAX auf. Die Firma aus Karlsruhe entwickelt Software und Hardware für den öffentlichen Nahverkehr. Die roten Doppeldecker in London? Werden mit Init-Technologie gesteuert. Wer in Houston am Drehkreuz die Kreditkarte ans Lesegerät hält, nutzt das kontaktlose Bezahlsystem von Init.
•Größter Wachstumstreiber ist Nordamerika. In Atlanta hat Init 2024 einen 100 Mio. $ Auftrag zur Modernisierung der Verkehrsbetriebe bekommen. Weil das System pünktlich zur Fußball-WM stehen muss, hat Atlanta das Budget um 60 Mio. $ aufgestockt. Dazu kommen Service- und Wartungsverträge für zehn Jahre, die den Auftragswert verdoppeln könnten.
•Der Umsatz ist 2024 um 24% gewachsen, die operative Marge auf rund 10% gestiegen. Nordamerika macht mittlerweile fast die Hälfte vom Umsatz aus.
•Der Plan: Init will vom Technologielieferanten zum Servicepartner werden. Heißt: mehr höhermargige, wiederkehrende Serviceaufträge statt einmaliger Projekte.
•Gründergeführt seit 1983: Gründer Gottfried Greschner ist über 40 Jahre später immer noch Vorstandschef. Er und seine Familie halten rund 40% der Aktien. An der Börse ist Init 400 Mio. € wert, das entspricht einem KGV von 14. Klingt bei 24% Wachstum und über 2% Dividendenrendite nicht super teuer. Vor allem, wenn wirklich mehr Service-Umsätze dazukommen. Das ist aber eben noch nicht klar und das Business hängt stark an einzelnen Großaufträgen.