Buffetts letzter Einkaufszettel

Buffetts letzter Einkaufszettel

OAWS Redaktion18. Februar 2026

Warren Buffetts letztes Quartal am Steuer von Berkshire Hathaway ist Geschichte - und gestern hat die Firma ihr 13F-Filing veröffentlicht. Damit gibt's einen letzten Blick ins Depot des Orakels von Omaha.

Was sofort auffällt: Berkshire hat 75% seiner Amazon-Position abgebaut - nur noch ca. 450 Mio. $ bleiben. Das Investment kommt aber nicht von Buffett. 2019 hat einer seiner zwei Investmentmanager die Aktie gekauft. Buffett hat sich selbst einen Idioten genannt, weil er nicht früher zugegriffen hatte. Einer der beiden Manager (Todd Combs) hat Berkshire Ende 2025 verlassen, um zu JP Morgan zu wechseln. Der Verkauf der Position könnte auch damit zu tun haben.

Auch Apple und Bank of America wurden weiter reduziert. Apple bleibt aber trotzdem mit ca. 60 Mrd. $ die größte öffentliche Position.

Und obwohl mal wieder mehr Aktien ver- als gekauft wurden, gab’s auch ein paar neue Investments.

Chevron und Chubb wurden aufgestockt. Aber das spannendste neue Investment ist The New York Times (+2%). Kein klassisches Buffett-Beuteschema: KGV von 30. Trotzdem kann man sich vorstellen, was Berkshire da sieht:

Aktie +50% in den letzten zwölf Monaten, stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum.

Stärkstes Digital-Abo-Modell aller US-Tageszeitungen

In Zeiten von KI-Content könnten klassische Marken wichtiger werden. Wem vertraut wird, gewinnt.

Skaleneffekte wie bei Netflix: mehr Abos, günstigere Kosten pro Nutzer.

Aber die Position ist auch nur 350 Mio. $ groß. Da ist es gut möglich, dass nicht Buffett selbst, sondern sein verbliebener Investmentmanager hinter dem Deal steckt.

Berkshire Hathaway Operating Earnings

in Mio. USD