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Brunellos Luxus-Formel
Brunello Cucinelli ist die Luxusmarke der Tech-Milliardäre. Zuckerberg trägt seine T-Shirts, Jeff Bezos und der Salesforce-Gründer waren schon für philosophische Konferenzen bei ihm in Italien. Und genau diese Positionierung macht die Marke so besonders.
•Anti-Luxus-Marketing: Brunello produziert im Heimatdorf seiner Frau, Mitarbeiter verdienen über Branchenschnitt, nach 17:30 gibt's keine Mails, die Mittagspause dauert 90 Minuten. Er kritisiert sogar öffentlich die hohen Margen von Hermès und LVMH, weil Kunden irgendwann verstehen, dass sie abgezogen werden. Laut Branchenkennern ist das natürlich auch extrem smartes Marketing.
•Kontrolliertes Wachstum: Das große Problem von LVMH und Gucci war in den letzten Jahren, dass sie zu stark auf Wachstum gedrückt und Exklusivität verloren haben. Bei Brunello ist das anders. Auch im schwachen Luxusjahr 2025 ist die Firma über 10% gewachsen, das Gleiche wird für 2026 und 2027 erwartet.
•Riesige Runway: Weltweit hat Brunello aktuell nur 450.000 bis 500.000 Kunden bei 1,4 Mrd. € Umsatz. Das zeigt, wie viel Potenzial noch da ist.
•KI-Profiteur: Nicht wegen der eigenen Shopping-KI, sondern weil die KI-Welle immer mehr Tech-Leute sehr reich macht. Und die Luxusmarke mit der besten Verbindung in die Tech-Welt ist eben Brunello.
Aber das weiß der Markt. Letztes Jahr hat die Firma 140 Mio. € Nachsteuergewinn gemacht. Der Börsenwert von 6 Mrd. € entspricht mehr als dem 40-Fachen davon. Wenn man annimmt, dass die Bewertung so bleibt und die Firma 10% wächst, sollte man auch nicht viel mehr als 10% Rendite erwarten. Viel schneller wachsen wäre für die Marke auch gar nicht gut.
Was Brunello so erfolgreich macht, hat die deutsche Designerin Iris von Arnim am Sonntag im OMR-Podcast erzählt.