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Bread Financial

OAWS Redaktion13. Mai 20262 Min

Wer steckt eigentlich hinter der Kreditkarte von Victoria's Secret? Bread Financial. Die Firma macht 4 Mrd. $ Umsatz im Jahr, ist aber kein Netzwerk wie Visa oder Mastercard. Stattdessen kooperiert Bread mit Händlern und Marken und stellt deren Kunden eine gebrandete Kreditkarte aus (z.B. für Ulta Beauty oder Victoria's Secret).

Der Kunde bekommt Rabatte, Treuepunkte und Ratenzahlung. Der Händler profitiert, weil Karteninhaber mehr und öfter kaufen. Bread verdient vor allem an den Zinsen, wenn Kunden ihre Rechnungen nicht sofort bezahlen. Dazu kommen Gebühren für Mahnungen oder Kontoführung.

Junge Zielgruppe als Treiber: Millennials und Gen Z zahlen deutlich selbstverständlicher auf Kredit oder in Raten. Im letzten Quartal sind die Kartenumsätze um 7% gestiegen, der sechste Quartalsanstieg in Folge.

Solide Zahlen: Analysten erwarten für das Gesamtjahr 500 Mio. $ Nettogewinn. Dazu kauft Bread aggressiv eigene Aktien zurück: 2025 waren es 310 Mio. $, fast 10% vom damaligen Börsenwert.

Die Aktie hat auf Jahressicht knapp 60% gewonnen. Trotzdem wirkt das erwartete KGV mit 8 recht günstig. Dafür gibt's zwei Gründe: Erstens ist Bread extrem zyklisch. Wer Konsumkredite vergibt, leidet in einer Rezession besonders stark. Die Kreditausfallrate liegt bei 7%, gerade bei der jungen Zielgruppe aus der Mittelschicht kann's Probleme geben.

Zweitens: Die US-Verbraucherschutzbehörde will Mahngebühren von durchschnittlich 30 $ auf 8 $ deckeln. Das würde Bread direkt und hart treffen.