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Birken-Stock

OAWS Redaktion9. Juli 20262 Min

Birkenstock ist Ende 2023 bei knapp 8,5 Mrd. $ Börsenwert an die Börse gegangen. Zwei Jahre später steht man wieder genau da, obwohl der Umsatz fast 50% gestiegen ist, die operative Marge von unter 18% auf 25% geklettert ist und massiv Schulden abgebaut wurden.

Was drückt die Aktie?

Zoll-Problem: Birkenstock produziert fast komplett in Deutschland, macht aber die Hälfte vom 2,5 Mrd. $ Umsatz in den USA. Selbst nach dem Supreme-Court-Urteil gegen Trumps Zölle liegt der Satz bei rund 15% und damit höher als vorher. Die Wachstumsprognose fürs Gesamtjahr liegt nur noch bei 13-15% statt 16-20% wie in den Vorjahren.

Bruttomarge unter Druck: Über drei Prozentpunkte Rückgang, auch weil mehr über Großhändler statt eigene Läden verkauft wurde und Währungseffekte reingehauen haben.

Was dagegen spricht, dass die Story vorbei ist:

Asien explodiert: Die Region macht aktuell über 10% vom Umsatz aus und wächst am stärksten. CEO Oliver Reichert dazu: "Wenn ich 10 Mio. Paar Clogs zur Verfügung hätte, könnte ich sie nach Asien schicken, und sie wären innerhalb einer Woche ausverkauft." Zum Vergleich: Insgesamt hat Birkenstock 2025 knapp 40 Mio. Paar verkauft.

Eigene Läden: Aktuell 111, bis Jahresende sollen knapp 40 dazukommen. Die bestehenden Filialen sind im letzten Quartal zweistellig gewachsen.

Pricing Power: In den letzten Jahren hat Birkenstock die Preise fast jährlich erhöht, ohne Kunden zu verlieren.

Aktienrückkäufe: 3% der Aktien in den letzten 12 Monaten zurückgekauft. Dazu eine neue Anleihe für weitere 500 Mio. $ Rückkäufe, das entspricht knapp 6% vom Börsenwert.

Das erwartete KGV liegt bei 17. Günstig für die Wachstumsraten. Aber Mode bleibt trendabhängig, und der wachsende Fokus auf geschlossene Schuhe (fast 40% vom Umsatz) bringt Birkenstock in ein Segment mit deutlich mehr Konkurrenz.