Bayer-Krise - bald vorbei?

Bayer-Krise - bald vorbei?

OAWS Redaktion27. April 2025

Um die 65 Mrd. $ hat Bayer 2016 für den US-Saatguthersteller Monsanto gezahlt und wollte einen Global Player formen. Stattdessen musste Bayer seitdem Milliarden für Rechtsstreitigkeiten zahlen. Bisher sind’s um die 10 Mrd. € und weitere 5 Mrd. € sind noch dafür zurückgestellt.

Aber langsam kommt Hoffnung auf:

Bayer hat sich am Freitag eine Kapitalerhöhung genehmigen lassen, und zwar über 7 Mrd. € - das ist etwa ein Drittel des Börsenwerts.

Normalerweise fällt der Kurs nach so einer Ankündigung, die Bayer-Aktie ist am Freitag aber sogar um die 2% gestiegen. Denn die Kapitalerhöhung ist an Bedingungen geknüpft.

Sie wird nur durchgeführt, wenn sich eine große außergerichtliche Einigung mit den Monsanto-Klägern abzeichnet. Und auch nur für diesen Zweck will Bayer das frische Kapital verwenden.

Heißt: Aktionäre würden zwar verwässert, dafür wäre eine große Sorge für Bayer und den Aktienkurs aus dem Weg geräumt.

Sicher ist das aber natürlich nicht. Und es gibt Gründe, dass der Börsenwert von 22 Mrd. € nur noch dem Fünffachen des erwarteten Gewinns entspricht. Einerseits die Schulden von über 30 Mrd. €. Andererseits schwächelt neben dem Agrarsektor auch das Pharmageschäft, seitdem 2024 das Patent für den Blutverdünner Xarelto ausgelaufen ist. Es sorgte für bis zu 5 Mrd. € Jahresumsatz. Erst 2027 will Bayer im Pharmageschäft wieder wachsen.