
Banken-Saison
Goldman Sachs hat mit dem SpaceX-Börsengang doppelt kassiert. Nicht nur über die IPO-Gebühren: Die Bank hatte Kunden schon vor Jahren die Chance gegeben, in SpaceX zu investieren. Dafür gab's eine Erfolgsbeteiligung, die nach dem Börsengang fällig wurde. Ergebnis: fast 600 Mio. $ an Incentive Fees im Wealth Management, sechsmal so viel wie vor einem Jahr.
Auch sonst gab’s gestern paar spannende Zahlen bei den US-Banken, die traditionell die Earnings Season eröffnen:
•Goldmans Aktienhandel: Der Umsatz ist um 72% gewachsen. Die Nachfrage nach Finanzierung für Trades sei laut Goldman so hoch, dass die Branche sie gar nicht bedienen kann.
•Überraschung bei Anleihen: Der Umsatz im Handel mit Zinsprodukten war bei Goldman & JPMorgan rückläufig. Ein möglicher Grund: Investoren sitzen auf Verlusten durch den Zinsanstieg und wollen die nicht realisieren.
•Citigroup als Outperformer: Die Bank steckt seit Jahren in einer Transformation und hat jetzt den höchsten Umsatz in einem dritten Quartal seit über 10 Jahren geliefert. Mit über 10% Rendite seit Jahresanfang hatte sie die stärkste Performance der vier großen US-Banken (Wells Fargo, JPM, Goldman & Citi).
•Wirtschaftslage: Wells Fargo hat sich trotz Unsicherheit optimistisch geäußert. Konsumenten geben mehr Geld aus, Kreditausfälle sind niedrig, Tagesgeldkonten und Depots wachsen.
Insgesamt solide Zahlen bei allen. Aber eben auch nicht viel besser als erwartet. Entsprechend haben sich die Aktien kaum bewegt.
Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung. Ihr entscheidet selber, was ihr macht.