Bald Superzyklus?!?!

Bald Superzyklus?!?!

OAWS Redaktion15. Februar 2026

Wir fokussieren uns hier normalerweise auf Aktien, weil wir Firmen und Geschäftsmodelle deutlich besser einschätzen können. Trotzdem haben wir vor Kurzem eine Rohstoff-These vom Carlyle-Partner Jeff Currie gehört, die wir euch nicht vorenthalten wollten:

Eine der größten Fragen ist, ob wir gerade in einem normalen Wirtschaftszyklus stecken oder am Anfang eines Rohstoff-Superzyklus. Also einer Phase von 10-30 Jahren mit strukturell steigenden Preisen. Den letzten hatten wir Anfang der 2000er, getrieben durch Chinas extremen Rohstoffhunger.

Die Argumente für einen neuen Zyklus gibt’s schon länger: KI-Energiebedarf plus steigende Rüstungsausgaben. Curries These geht aber weiter. Er glaubt, dieser Superzyklus könnte besonders stark ausfallen.

Sein Argument:

In jedem Superzyklus wandert Kapital von nicht kapitalintensiven zu kapitalintensiven Geschäftsmodellen

In den 60ern war Coca-Cola das Asset-Light-Modell, zuletzt waren es Google, Meta & Co.

Der Unterschied diesmal: Die Tech-Giganten steigen selbst ins kapitalintensive Business ein. Siehe die Milliarden-Investments in Rechenzentren. Das war in vergangenen Zyklen nicht so.

Spannend vom Gedanken her. Bleibt aber natürlich eine These.

Außerdem heißt Superzyklus nicht: keine Rücksetzer. Die USA horten zum Beispiel grade massiv Kupfer. Laut BMO Capital entspricht ihr Bestand der Jahresproduktion der weltgrößten Mine in Chile. Das hat 2025 die Nachfrage getrieben, ist aber nur ein kurz- bis mittelfristiger Nachfragetreiber.