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OAWS Redaktion21. September 2025

Scout24 kommt heute in den DAX. Das Schweizer Pendant dazu ist am Freitag an die Börse. Die Swiss Marketplace Group (SMG) hat auf Anhieb eine Bewertung von 5 Mrd. € erreicht. Das ist sportlich für eine Firma mit knapp 300 Mio. € Umsatz.

Aber das Modell ist eben sehr attraktiv. Wer das perfekte Geschäftsmodell auf dem Reißbrett entwerfen würde, käme wohl bei so etwas wie Immoscout raus. Die Logik ist simpel: Anbieter gehen dahin, wo die meisten Kunden sind, und Kunden gehen dahin, wo das größte Angebot ist. Diese Winner-Takes-All-Dynamik sorgt für einen tiefen Burggraben und erlaubt hohe Preise bei niedrigen Betriebskosten.

Wie profitabel das sein kann, zeigt ein Blick ins Baltikum: Die Baltic Classifieds Group hat zuletzt aus 80 Mio. € Umsatz einfach mal 45 Mio. € Gewinn nach Steuern gezogen. Das ist eine Marge von über 50%. Davon ist SMG noch ein Stück entfernt, aber die Story stimmt die Anleger optimistisch:

Starke Marktposition: SMG ist mit Plattformen wie Homegate, Immoscout24 und AutoScout24 der unangefochtene Marktführer in der Schweiz - einer der stabilsten Volkswirtschaften der Welt.

Starke Marge: Die operative Gewinnmarge liegt bei 45%. Das ist zwar schwächer als bei der Baltic-Gruppe, aber auf einem ähnlichen Niveau wie bei der deutschen Scout24.

Breite Aufstellung: Anders als Scout24 hängt SMG nicht nur am Immobilienmarkt. Das Geschäft teilt sich auf die Bereiche Immo (50%), Auto (25%) und General Marketplaces wie Ricardo oder tutti.ch (25%) auf.

SMG wird mit dem 17-fachen des Umsatzes bewertet, während die ebenfalls mit rund 10% wachsende Scout24 nur auf das 13-fache kommt. SMG will dieses Jahr ca. 100 Mio. € Gewinn machen und davon 75% als Dividende ausschütten. Das ergibt aber immer noch ein sportliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von 50.