Alphabet liebt Konkurrenz

Alphabet liebt Konkurrenz

OAWS Redaktion03. September 2025

Die Alphabet-Aktie ist gestern über 5% gestiegen. Der Grund: Ein US-Gericht hat im großen Wettbewerbsverfahren entschieden, dass Google seinen Chrome-Browser behalten darf. Noch wichtiger: Der milliardenschwere Deal mit Apple bleibt bestehen.

Google zahlt Apple schätzungsweise 20 Mrd. $ pro Jahr, damit Google die Standardsuche auf dem iPhone ist. Dass dieser Cash-Cow-Deal für beide Seiten nicht gekippt wurde, hat auch die Apple-Aktie fast 3% ins Plus geschickt.

Noch spannender ist aber die Begründung:

Neue KI-Konkurrenz: Als die Klage eingereicht wurde, galt die Websuche als "No Fly Zone" für Startups. Heute gibt's mit Perplexity, ChatGPT & Co. plötzlich ernstzunehmende Konkurrenten. Das Gericht will Google in diesem neuen Wettrennen keinen künstlichen Nachteil verschaffen.

Riskante Konsequenzen: Würde man den Deal canceln, könnten Plattformen Google trotzdem behalten, weil Nutzer es fordern. Dann hätte Google seine Marktposition verteidigt, ohne dafür zu zahlen. Alternative Anbieter würden zudem wohl weniger zahlen, was Partner wie Apple oder Mozilla (die sogar von Insolvenz gesprochen haben) hart treffen würde.

Die Lösung des Gerichts: Google muss einen Teil seiner Such-Daten mit der Konkurrenz teilen. Damit sollen kleinere Anbieter wie Bing ihren Nachteil bei der Datenmenge – besonders im Mobile-Bereich mit nur 1% Marktanteil – ausgleichen können.