
Aktivist bei Pepsi
Der aktivistische Investor Elliott Management hat sich vor einer Woche mit 4 Mrd. $ bei PepsiCo eingekauft. Die Gründe für das Investment wollen wir uns jetzt nochmal genauer anschauen. Der Börsenwert hat in den letzten drei Jahren 40 Mrd. $ verloren und liegt jetzt bei 200 Mrd. $. Elliott hat nach Gesprächen mit über 100 Branchenexperten und der Befragung von 16.000 Kunden einen klaren Plan vorgelegt.
Pepsi hat ein massives Bewertungsproblem. Das erwartete KGV liegt mit 18 deutlich unter dem Branchenschnitt von 22 – historisch war es immer darüber. Elliott sieht die Schuld vor allem im Nordamerika-Geschäft, das für 60% des Umsatzes steht. Der 5-Punkte-Plan soll das ändern:
•Getränkesparte umbauen: Coca-Cola hat sein kapitalintensives Abfüllgeschäft längst ausgelagert. Pepsi behält es und bindet damit unnötig Kapital.
•Snack-Sparte verschlanken: Pepsi hat 70% mehr Produkte im Sortiment als Coca-Cola, macht damit aber 15% weniger Umsatz. Elliott fordert den Verkauf von Randmarken wie der Quaker-Sparte (Haferflocken), die Marge und Wachstum drückt.
•Geld smart reinvestieren: Die Einsparungen sollen direkt ins Marketing der Kernmarken und in strategische Zukäufe fließen.
•Klare Roadmap: Das Management soll einen neuen, messbaren Strategieplan vorlegen. Und die Ziele anpassen.
•Kontrolle: Es soll dafür gesorgt werden, dass die neuen Strategien und Fortschritte überwacht werden können.
Elliott sieht dadurch ein Kurspotenzial von über 50%. Aber die Strategie muss erstmal umgesetzt werden und ob sie dann wirklich so aufgeht, ist auch unsicher.