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Aktien-Pool

OAWS Redaktion24. September 20262 Min

Private Equity kauft gerade massenhaft Poolreiniger-Firmen zusammen. Allein der texanische Investor Storr hat seit 2021 über seine Holding SPS Poolcare 200 Übernahmen gemacht. Insgesamt sind in den USA mehr als zwei Dutzend sogenannter Roll-Ups im Poolservice-Bereich entstanden. Das Modell: kleine Poolservice-Firmen kaufen und zusammenlegen.

Das wirkt erstmal komisch, weil kaum noch neue Pools gebaut werden. Letztes Jahr waren es unter 60.000, halb so viel wie im Corona-Boom. Aber um den Neubau geht's gar nicht.

Wiederkehrende Kunden: In den USA gibt's über 5 Mio. Einbaupools, die jedes Jahr Chlor, Filter, Pumpen und Reparaturen brauchen. Über 80% der Kunden kommen jedes Jahr wieder. Ein einzelner Kunde kann über 20 Jahre bis zu 200.000 bis 300.000 $ bringen.

Alternde Pools: Der durchschnittliche US-Pool ist über 23 Jahre alt. Je älter der Pool, desto teurer die Wartung.

Bewertungen: Private Equity zahlt aktuell das Acht- bis Zehnfache vom EBITDA für Wartungsfirmen. Für reine Poolbauer nur das Fünf- bis Siebenfache.

Wer profitiert an der Börse? Die Pool Corporation, Marktführer für Pool-Ersatzteile und -Produkte. Die stellen nichts selbst her, sondern kaufen bei über 2.000 Herstellern ein und verteilen über rund 450 Filialen an über 100.000 Poolbauer und Servicefirmen. Fast zwei Drittel vom gut 5 Mrd. $ Umsatz kommen aus dem Wartungsgeschäft.

Trotzdem wird Pool Corp. nur noch mit rund 6 Mrd. $ und einem erwarteten KGV von 15 bewertet, der Zehn-Jahres-Schnitt liegt bei 26. Der schwache Häusermarkt bremst das Wachstum und Konkurrent Heritage Pool Supply (seit 2024 Teil von Home Depot) wird immer stärker.

Spannend ist, wer kauft und wer verkauft: Berkshire Hathaway ist 2024 eingestiegen und hat Anfang 2025 alles wieder abgestoßen. Manuel Pérez de la Mesa, der die Firma früher selbst geführt hat und heute im Aufsichtsrat sitzt, hat dagegen im Frühjahr für knapp 5 Mio. $ nachgekauft, teilweise sogar zu höheren Kursen als heute.