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Adidas holt alle Rekorde

OAWS Redaktion6. Mai 20262 Min

Erster Marathon unter zwei Stunden bei einem offiziellen Wettkampf, dazu ein neuer Marathon-Weltrekord der Frauen. Alles in Adidas-Schuhen. Neben dem sportlichen Erfolg hat auch das Geschäft abgeliefert: Im Q1 2026 ist der Umsatz um 14% auf über 6 Mrd. € gestiegen. Trotzdem hat die Aktie in den letzten zwölf Monaten fast 30% verloren. Viele Analysten glauben, dass der Retro-Hype (Samba, Gazelle) abflacht. Das Schuh-Business ist im letzten Quartal nur 4% gewachsen.

Aber Running erzählt eine andere Geschichte. Das Segment ist im Q1 um fast 30% gewachsen und hat laut CEO Björn Gulden jetzt sehr hohe Priorität.

Der Leuchtturm: Der Pro Evo 3 kostet 500 €, hat einen Carbon-Rahmen und soll Profis bis zu zwei Minuten Zeitvorteil bringen.

Der Volumentreiber: Der günstigere Adizero Evo SL profitiert vom Halo-Effekt. Ende 2025 lag er schon nah an 10 Mio. verkauften Paaren.

Das Franchise: Adidas baut rund um Adizero ein ganzes System auf. Vier Ebenen: Profischuhe, Massenmodelle, Trainingsschuhe und (neu) Schuhe für Para-Athleten. Ähnlich wie bei den Retro-Modellen mit unterschiedlichen Preispunkten und Zielgruppen.

Aber die Konkurrenz schläft nicht: Nike hat ähnliches Carbon-Potenzial und Hoka und On kämpfen um Marktanteile.

Und mit ca. 27 Mrd. € Börsenwert liegt das KGV bei 17. Verglichen mit dem geplanten operativen Gewinn von über 2 Mrd. € wirkt das günstig, zumal die Fußball-WM ansteht (14 Teams in Adidas). ABER: Sport bleibt ein Trendbusiness. Wenn der Trend kippt, geht's schnell bergab. Fragen kann man bei Nike, Under Armour oder Lululemon.